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Corona-Krise

Der Bundesrat erklärt die «ausserordentliche Lage»

Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat der Bundesrat mehrere gesundheitspolitische Massnahmen beschlossen. Im Beitrag von SRF Tagesschau vom 16. März werden diese in drei Minuten vorgestellt.
Laufzeit: 03:05 Minuten

Zusammenfassung

Einleitung (00:00)

Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat der Bundesrat die «ausserordentliche Lage» beschlossen. Bis am 19. April 2020 bleiben alle Geschäfte ausser Lebensmittelläden und Gesundheitseinrichtungen geschlossen. Weiter wird die Armee mobilisiert.

Verschärfte Massnahmen (00:28)

Mit den neuen Massnahmen steht das öffentliche Leben in der Schweiz zu grossen Teilen still. Die meisten Läden sowie Unterhaltungsorte wie Kinos werden geschlossen. Nur Nahrungsmittelläden, Apotheken, Tankstellenshops und Poststellen bleiben offen.

Personelle Engpässe in Spitälern (01:34)

Die Spitäler erwarten personelle Engpässe. Einige Kantone haben daher die Armee um Hilfe gebeten. Das Truppenaufgebot umfasst neu bis zu 8000 Armeeangehörige. Eine derart grosse Mobilmachung hat es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht gegeben.

Grenzschliessungen (02:25)

Die Grenzen zu den Nachbarländern bleiben ebenfalls geschlossen. Einzig Grenzgänger, die aus beruflichen Gründen in die Schweiz ein- oder ausreisen müssen, dürfen die Grenze überqueren.

Notkredite für Firmen

Um die Wirtschaft zu unterstützen, hat der Bundesrat ein Hilfspaket geschnürt. Neben der Möglichkeit auf Kurzarbeitsentschädigungen bürgt er für Notkredite. Der Videobeitrag von SRF Tagesschau vom 25.03.2020 fasst diese Massnahmen in sieben Minuten zusammen.
Laufzeit: 07:09 Minuten

Zusammenfassung

Einleitung (00:00)

Der Bundesrat hat beschlossen, die von der Coronakrise gebeutelte Wirtschaft mit Liquidität zu versorgen. Er präsentiert nun die Details der Wirtschaftshilfen.

Notkredite (00:24)

Der Bund stellt 20 Milliarden Franken für Überbrückungskredite zur Verfügung. Unternehmen können zu günstigen Konditionen Kredite beantragen. Bis 500’000 Franken beträgt der Zins 0%, ab 500’000 Franken 0.5%. Der Bund übernimmt die Schulden, falls das Unternehmen den Kredit nach fünf Jahren nicht zurückzahlen kann. Bei Krediten über 500’000 Franken trägt die Bank 15% des Risikos.

Reaktionen (02:30)

Besonders stark betroffen sind die Gastrobranche, Gewerbe und Industrie. Sie sind sehr froh über die einfache Handhabung der Kredite, die den Unternehmen Luft verschaffen.

Missbrauchsbekämpfung (05:17)

Da die Kredite ohne Überprüfung gewährt werden, stellt sich die Frage nach dem Missbrauch. Wären Kontrollmechanismen eingebaut worden, könnten Kredite nicht so schnell und unkompliziert vergeben werden. Obwohl momentan keine Kontrollen stattfinden, gibt es die Möglichkeit, im Fall von missbräuchlichem Kreditbezug im Nachhinein Bussen auszustellen.

Kurzarbeit (06:23)

Neben Hilfen für Unternehmen gibt es auch die Unterstützung für die betroffenen Arbeitnehmer in Form von Kurzarbeit. Aufgrund der enormen Nachfrage (bereits 10% der Arbeitsbevölkerung) kommt es zu Verzögerungen bei der Bearbeitung und Auszahlung der Kurzarbeit.

Coronavirus: how to tackle the economic crisis

Financial Times economics commentator Martin Sandbu analyses the emergency fiscal and monetary measures being taken to deal with the global financial and economic fallout from Coronavirus.
Laufzeit: 04:48 Minuten

Zusammenfassung

Einleitung (00:00)

Das Coronavirus und die gesundheitspolitischen Gegenmassnahmen haben gravierende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Die erwartete Rezession ist mindestens so gross, wie während der letzten Finanzkrise. Um die negativen Auswirkungen abzudämpfen, haben Regierungen und Zentralbanken gigantische Rettungspakete geschnürt.

Geldpolitik (01:48)

Zentralbanken haben hauptsächlich folgende drei Massnahmen im Kampf gegen die Krise getroffen. Zinssenkungen, um das Leihen von Geld günstiger zu gestalten. Finanzmarktinterventionen, um das Funktionieren der Märkte und deren Liquidität zu gewährleisten. Anleihenkäufe, um es Staaten und Unternehmen zu erleichtern, sich Geld zu leihen.

Fiskalpolitik (03:06)

Regierungen haben weltweit Rettungspakete geschnürt, viele davon in Rekordhöhe. Ziel ist es, Unternehmen vor dem Konkurs zu bewahren und Arbeitnehmer vor der Arbeitslosigkeit. Dabei kommen unterschiedliche Formen von Lohnsubventionen und Unterstützungen für die Unternehmen zum Einsatz. Die Staatsverschuldung steigt aufgrund der extrem hohen Ausgaben stark an.