Sechs Originaltexte zur Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB)

Zur Vertiefung des Fachtexts «Geldpolitik» aus dem gleichnamigen Modul hat Iconomix sechs Originaltexte – Studien, Referate und Auszüge aus SNB Publikationen – ausgewählt. Die sechs Texte werden nachfolgend kurz eingeführt und in den Kontext gesetzt. Im Anschluss daran folgt die Liste mit den Links samt Kurzbeschreibung.

Artikel 99 der Bundesverfassung beauftragt die Schweizerische Nationalbank, als unabhängige Zentralbank die Geld- und Währungspolitik im Gesamtinteresse des Landes zu führen. Das Nationalbankgesetz konkretisiert diesen Auftrag als die Gewährleistung der Preisstabilität unter Berücksichtigung der konjunkturellen Entwicklung. Das geldpolitische Konzept der Nationalbank definiert die Preisstabilität und beschreibt die Kommunikation geldpolitischer Entscheide. Genauere Informationen zu diesem Thema liefern das Kurzportrait [Link 1] und The Swiss National Bank’s monetary policy concept [Link 2].

Konjunktur- und Preisentwicklung sind in kleinen offenen Volkswirtschaften wie der Schweiz stark vom Geschehen im Ausland geprägt. Auch der Wechselkurs spiegelt die wirtschaftlichen Verhältnisse im In- und Ausland. Die Quartalsheftstudie 1/2020 [Link 3] erklärt den Zusammenhang zwischen dem Frankenwechselkurs und dem heimischen und ausländischen Zinsniveau.

Der Franken ist eine sichere Währung und wertet sich deshalb in Krisenzeiten auf. Vor der globalen Finanzkrise 2007/08 konnte die SNB Aufwertungsdruck mit Zinssenkungen begegnen, um so Frankenanlagen weniger attraktiv zu machen. Mit der Finanzkrise ging das globale Zinsniveau, das schon in den Jahrzehnten zuvor gesunken war, nochmals zurück. Die grossen Zentralbanken, unter ihnen die SNB, griffen deshalb zu unkonventionellen geldpolitischen Instrumenten. Die unkonventionelle Geldpolitik wird erklärt in den  Referaten von Thomas Jordan im 2016 [Link 4] und 2020 [Link 5].

Neben der Bereitschaft, bei Bedarf am Devisenmarkt zu intervenieren, beruht die Geldpolitik der Nationalbank seit 2015 auf dem Negativzins. Dieser Zins wird auf Sichtguthaben erhoben, welche die Banken bei der Nationalbank halten. Die Nationalbank gewährt den Banken Freibeträge, um die Kosten des Negativzinses möglichst gering zu halten. Der Artikel der Volkswirtschaft 2020 [Link 6] erläutert die Wirkungsweise des Negativzinses auf den Bankensektor und die Freibeträge.

Originaltexte