Schweizerische Nationalbank

News

Ein bis zwei Mal die Woche veröffentlichen wir hier aktuelle Nachrichten, die für Unterrichtende von Wirtschafts- und Gesellschaftsfächern auf Sekundarstufe II von Interesse sind: Angebote zur ökonomischen Bildung von ausserhalb von iconomix, Neuigkeiten in eigener Sache, interessante Fakten, anregende Fachbeiträge und vieles mehr.

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Interview mit Angus Deaton
24.11.2020

«Tod durch Verzweiflung», mit diesem Begriff bezeichnet Ökonom und Nobelpreisträger Angus Deaton das Phänomen, dass die Sterblichkeit von Menschen mit tiefer Bildung in den USA stark zugenommen hat. So ist die Zahl der Todesfälle wegen Alkohol, Drogen oder Selbstmord von weissen Männern ohne Hochschulabschluss dreimal so hoch wie bei gleichaltrigen Männern, die einen Hochschulabschluss besitzen. 

In einem Interview in der NZZ am Sonntag stellt Deaton die wichtigsten Erkenntnisse aus seinem neuen Buch «Death of Despair» vor, das er zusammen mit der Ökonomin Anne Case verfasst hat. Die aktuelle Pandemie führt zu einer noch tieferen Spaltung zwischen Menschen mit hoher und tiefer Bildung — sei es beim Einkommen, der Gesundheit oder der allgemeinen Zufriedenheit. Laut Deaton muss zudem das Gesundheitssystem in den USA dringend reformiert werden. Und sollte Arbeit ohne Hochschulabschluss wieder mehr soziale Wertschätzung erhalten.

Zum Interview in der NZZ am Sonntag

Digital heisst nicht Distanz
19.11.2020

Die Corona bedingten Schulschliessungen haben der Nutzung digitaler Medien beim Lehren und Lernen einen kräftigen Schub verliehen. Die Reaktionen darauf waren geteilt: Auf der einen Seite wird argumentiert, dass man den Schub nun mitnehmen sollte. Auf der anderen Seite gibt es kritische Stimmen, die betonen, dass die Grenzen des Fernunterrichts dabei deutlich zum Ausdruck gekommen sind. Präsenz sei eben nicht zu ersetzen.

Der Informatik-Didaktiker Beat Döbeli Honegger weist im «Bote»-Forum auf einen Punkt hin, der in dieser Diskussion nicht vergessen werden darf: Der Notfall-Fernunterricht, wie wir ihn im Lockdown erlebt haben, ist nicht mit dem Unterricht der Zukunft gleichzusetzen, in dem digitale Elemente den Präsenzunterricht bereichern können. Auf eine knappe Formel gebracht: «Digital heisst nicht Distanz!»

Zum vollständigen Artikel

Die Schweiz in 23 Infografiken
17.11.2020

Kürzlich veröffentlichte das Bundesamt für Statistik (BFS) die Neuauflage von «Die Schweiz in 23 Infografiken». Das Dokument präsentiert in knapper und anschaulicher Form wichtige statistische Daten zum Jahr 2019. Darunter eine Infografik über die Bevölkerungskennzahlen sowie Fakten zu den Themen Volkswirtschaft, Arbeit und Erwerb, Preise und Industrie, öffentliche Finanzen und nachhaltige Entwicklung.

Die Publikation ist in allen Landessprachen sowie in englischer Sprache erhältlich und kann kostenlos von der Website des BFS heruntergeladen werden.

Zum Download der Publikation

Reto Föllmi zur Anlagepolitik von Zentralbanken
12.11.2020

Die SNB hat im Zuge der Corona-Krise die Geldmenge erneut deutlich ausgeweitet. Sie verwaltet gegenwärtig Währungsreserven im Wert von rund 900 Milliarden Franken.

Die SNB muss der Öffentlichkeit genauer darlegen, wie sie zur Höhe ihrer Anlagen steht und weshalb sie diese Gelder marktneutral anlegt. Diese Meinung vertritt Reto Föllmi, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen, in einem Kommentar der Wirtschaftszeitung «Finanz und Wirtschaft». Föllmi plädiert für eine marktneutrale Anlagestrategie, damit Zentralbanken die Entscheidungen von privaten Investoren nicht übersteuern. Ansonsten würden sie mit ihrer Geldpolitik beginnen, wirtschaftspolitische Entscheide zu treffen, die eigentlich gewählten Volksvertretern vorbehalten sind.

Zum Artikel von "Finanz und Wirtschaft"

Freiwilligenarbeit
10.11.2020

Vereine tragen zum «sozialen Kitt» einer Gesellschaft bei. In ihnen werden Werte wie Hilfsbereitschaft, Kooperation und Toleranz gelebt und eingeübt. Nun haben aber Vereine, Verbände und politische Ämter zunehmend Mühe, Mitglieder zu finden. In vielen Fällen fehlt der Nachwuchs.

Markus Freitag, Professor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Bern, führt den Rückgang in erster Linie auf den Zeitgeist zurück. Die Verpflichtungen, die mit einer Vereinstätigkeit einhergehen, widersprechen einem grenzenlosen Freiheitsdrang. Insbesondere die Jugend ist heute viel weniger stark engagiert als noch vor wenigen Jahrzehnten. Hinzu kommt eine stark gestiegene Belastung im Berufskontext.

Mehr dazu im lesenswerten Interview in der Oktober-Ausgabe des BCH-Folio, der Zeitschrift für Lehrpersonen in der Berufsbildung. 

Zum Interview mit Prof. Markus Freitag

Konjunkturtendenzen Herbst 2020
05.11.2020

Bild "Konjunkturtendenzen"

Die neueste Ausgabe der Konjunkturtendenzen, basierend auf der gleichnamigen SECO-Publikation, ist verfügbar. Themen sind die aktuelle Konjunktursituation und die Prognose der konjunkturellen Entwicklung in der Schweiz.

Das Coronavirus und die Eindämmungsmassnahmen prägen weiterhin das Geschehen. Der weitere Konjunkturverlauf hängt entscheidend von der Entwicklung der Pandemie ab. Die Prognoseunsicherheit bleibt somit aussergewöhnlich hoch.

Konjunkturtendenzen Herbst 2020

Jenseits des BIP
04.11.2020

Ein neuer OECD-Bericht kommt zum Schluss, dass das BIP als alleiniger Massstab für die wirtschaftliche Leistung auf den Prüfstand gehört. Die Autoren Joseph E. Stiglitz, Jean-Paul Fitoussi und Martine Durand schlagen vor, Indikatoren-Dashboards zu entwickeln, die abbilden, was wirklich zählt: Wer vom Wachstum profitiert, ob dieses Wachstum ökologisch nachhaltig ist, wie die Menschen ihr Leben empfinden und welche Faktoren für den Erfolg eines Menschen oder eines Landes ausschlaggebend sind.

Der Bericht widerspricht der Auffassung, dass eine Wohlstandsmessung jenseits des BIP wachstumsfeindlich ist. Ein wirtschaftliches Wachstum, das nicht mit einer Verbesserung der Lebensqualität einer Mehrheit der Bewohnerinnen und Bewohner eines Landes einhergeht, sei kein «echtes» Wachstum.

Zwölf Empfehlungen der Stiglitz-Sen-Fitoussi-Kommission

Interview mit Dina Pomeranz
27.10.2020

Können wir uns weitere Massnahmen leisten, um das Coronavirus möglichst schnell zu stoppen? Diese Frage beschreibt die Ausgangslage des SRF-Interviews mit Dina Pomeranz.

Die Wirtschaftsprofessorin der Universität Zürich sieht zwischen Gesundheit und Wirtschaft keinen Zielkonflikt. Wenn man die Bevölkerung vor der Pandemie schützt, dann schützt man indirekt auch die Wirtschaft. Es sollten deshalb Massnahmen getroffen werden, bei denen einerseits der Nutzen im Kampf gegen die Pandemie maximal gross ist und andererseits der Schaden für die Wirtschaft maximal klein.

Eigenverantwortung sei gut, reiche aber nicht aus. Pomeranz begründet dies anhand des Prinzips der sogenannten «negativen Externalitäten». Als Beispiel nennt sie das Tragen von Masken: Zieht man keine Maske an, so gefährdet man damit nicht nur sich selbst, sondern auch seine Mitmenschen.

Zum Audiobeitrag von SRF "Echo der Zeit"

Banking Infrastructure
23.10.2020

Der neue Video-Themenblock «Banking Infrastructure» behandelt die Einsatzmöglichkeiten von Fintech im Schnittstellenbereich von Banken, Kunden und Unternehmen. Zwei Videos führen ins Thema ein, danach vertiefen die Lernenden die Thematik mittels Quiz und Arbeitsauftrag. Ein Wissenstext liefert zusätzliche Hintergrundinformationen.

Der Video-Themenblock schliesst die sechsteilige Serie zu Fintech ab, die in den letzten 12 Monaten in Zusammenarbeit mit Professor Andreas Dietrich von der Hochschule Luzern entstanden ist. Die sechs Themenblöcke fokussieren auf die Sicht der Anwenderinnen und Anwender von digitalen Finanzdienstleistungen und können unabhängig voneinander eingesetzt werden.

Zu den Fintech Video-Themenblöcken

Entrepreneurship Challenge
16.10.2020

Die Entrepreneurship Challenge von FLiP bietet eine spielerische Einführung ins Thema unternehmerisches Denken und Handeln. In einem ersten Schritt sind drei interaktive Module im Webbrowser zu absolvieren. Die Lernenden können dabei verschiedene Auszeichnungen bis zur «Entrepreneurship-Meisterin» ergattern und ihr Wissen mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern vergleichen.

Am Ende dieser Web-Challenge werden die Lernenden aufgefordert, eine Selbsteinschätzung ihrer Fähigkeiten und Talente festzuhalten. Eine Auswertung zeigt, wie stark ihre Eigeninitiative, Kreativität und Umsetzungsstärke ausgeprägt sind. Anschliessend wird das neu Erlernte alleine oder in der Gruppe in einer App angewandt und umgesetzt.

FLiP steht für Financial Life Park der Erste Group, einer österreichischen Bankengruppe. Dabei handelt es sich um eine attraktive, interaktive Ausstellung, die wirtschaftliche und finanzielle Zusammenhänge vermittelt.

Zur Entrepreneurship Challenge von FLiP