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Konjunkturtendenzen Sommer 2020
09.07.2020

Bild "Konjunkturtendenzen"

Die neueste Ausgabe der Konjunkturtendenzen, basierend auf der gleichnamigen SECO-Publikation, ist verfügbar. Themen sind die aktuelle Konjunktursituation und die Prognose der konjunkturellen Entwicklung in der Schweiz, basierend auf Annahmen zur Auslandkonjunktur.

Das Coronavirus, die Eindämmungsmassnahmen und beeinträchtigte Lieferketten hinterlassen einschneidende Spuren. Die Weltwirtschaft hat einen der schnellsten und tiefsten Einbrüche erlebt, die je verzeichnet wurden. Die aktuellen Schlagzeilen lauten: «Schweiz: Kurzarbeit federt Arbeitslosigkeit ab. Prognose: Rückgang des BIP um 6,2 Prozent.»

Konjunkturtendenzen Sommer 2020

Fünf Erkenntnisse aus dem Fernunterricht
07.07.2020

Die Schulschliessungen während der Corona-Krise führten zu einem unfreiwilligen Experiment eines digital unterstützten Lernens im Fernunterricht. Professor Dieter Euler, ehemaliger Direktor des Instituts für Wirtschaftspädagogik der HSG, hält seine Beobachtungen aus dieser Zeit in fünf Kurzthesen fest.

Zusammengefasst kommt Dieter Euler zum Schluss, dass die Voraussetzungen bei der Infrastruktur, Lernbegleitung und Selbstlernkompetenz der Lernenden äusserst unterschiedlich sind. Der Fernunterricht verstärkt die Chancenungleichheit – er schafft dort einen Mehrwert, wo auch sonst schon gute Voraussetzungen bestehen. Wo dies nicht der Fall ist, fällt die Qualität unter das Niveau des Präsenzunterrichts.

Zur Kolumne von Dieter Euler im Folio BCH

Wie gross ist Ihr Stück vom Kuchen?
03.07.2020

Haben Sie sich auch schon gefragt, wie reich oder arm Ihr Haushalt verglichen mit der restlichen Schweiz ist? Oft haben wir selbst falsche Vorstellungen davon, wo wir innerhalb der Gesellschaft stehen. Ein ansprechend gemachter kurzer Fragebogen der OECD ermöglicht es, Ihre Einschätzung zu überprüfen.

Weiter gibt es einige Fragen zur persönlichen Einstellung zu Themen der Ungleichheit und Einkommensverteilung. Dort ist es interessant, die eigene Meinung mit derjenigen der anderen Antwortenden zu vergleichen.

Hinweis: Die Wirtschaft wird im Fragebogen vereinfachend als Nullsummenspiel dargestellt; die Kosten von Umverteilung und Besteuerung werden nicht thematisiert und die im internationalen Vergleich recht ausgeglichene Einkommensverteilung (nach staatlichen Transfers) in der Schweiz wird kritisch kommentiert.

Zum Online-Fragebogen der OECD

Koloniale Schweiz
01.07.2020

Obwohl die Schweiz keine Kolonialmacht war und keinen Meeresanschluss besitzt, profitierten Schweizer Kantone, Unternehmen und Familien bis ins 19. Jahrhundert vom transatlantischen Sklavenhandel und von der Plantagenwirtschaft. Die grösste Rolle in der direkten oder indirekten Beteiligung seitens der Schweiz ist einzelnen Financiers und Kaufleuten zuzuschreiben.

Wirtschaftsjournalist Gerald Hosp erklärt in einem Artikel der NZZ den Dreieckshandel der damaligen Zeit und diskutiert kritisch die sogenannte Williams-These, die besagt, dass der Sklavenhandel für die Startphase des wirtschaftlichen Wachstums im Europa des 18. Jahrhunderts entscheidend war und die industrielle Revolution erst ermöglicht hat. Diese These findet heute unter Forschern kaum noch Anhänger. Gemäss der modernen Forschung machten der Sklavenhandel und die Plantagenarbeit weniger als 10 Prozent an der britischen Gesamtwirtschaft aus. Weder fielen deren Gewinne höher aus als bei anderen Wirtschaftszweigen, noch wurde das durch die Ausbeutung gewonnene Kapital in Sektoren investiert, die für die industrielle Revolution von Bedeutung waren.

Zum vollständigen Artikel in der NZZ

Schweizer Bankenwelt im Umbruch
29.06.2020

Rund zehn Prozent der Schweizer Wirtschaftsleistung stammt aus dem Finanzsektor. Digitale Währungen, wie den von Facebook vorgestellten «Libra», können aber traditionelle Geldströme umgehen. Muss der Schweizer Bankensektor daher seine Rolle überdenken, um seinen Platz in der globalen Finanzwelt zu sichern?

Der Artikel von Matthew Allen beschreibt, welchen Herausforderungen sich die Schweizer Bankenwelt stellen muss. Zudem zeigt der Artikel die Vor- und Nachteile von Kryptowährungen für die Schweizer Allgemeinheit auf.

Zum vollständigen Artikel von Swissinfo

Webinar-Serie mit Markus Brunnermeier
26.06.2020

Markus Brunnermeier, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Princeton Universität in den USA, diskutiert im Rahmen einer Webinar-Serie mit führenden Forschern und Ökonomen über die aktuellen Entwicklungen der Corona-Krise. Die Webinar-Serie startete Mitte April und geniesst gemäss Anzahl der Aufrufe im Internet hohe Popularität. Der deutsche Ökonom forscht zu internationalen Finanzmärkten und Themen der Makroökonomie mit Fokus auf Preisblasen, Liquidität, Finanzkrisen und Geldpolitik.

Die Gespräche sind in englischer Sprache und dauern jeweils rund eine Stunde. Alle öffentlich zugänglichen Webinare werden per Livestream auf dem Youtube-Kanal von Princeton Economics übertragen und sind danach als Video-on-Demand verfügbar.

Zur Webinar-Serie des Princeton Bendheim Center for Finance

Interview mit Fritz Zurbrügg
24.06.2020

SNB-Vizepräsident Fritz Zurbrügg nimmt in einem ausführlichen Interview mit der NZZ Stellung zu aktuell vieldiskutierten wirtschaftspolitischen Themen.

Den Forderungen aus der Politik nach höheren Ausschüttungen von der Nationalbank zur Deckung der Corona-Schulden erteilt er eine Absage. Die stetige Ausschüttungspolitik habe sich bewährt. Zudem kann der Bund die Mittel von der Nationalbank frei einsetzen, also auch zum Abbau von Corona-Schulden.

Darüber hinaus werden weitere brisante Themen wie die Devisenmarktinterventionen der SNB, die Inflationsgefahr, die mögliche Aufweichung der Schuldenbremse und die Bankenstabilität in der Schweiz diskutiert.

Zum vollständigen Interview in der NZZ

Ist Sparen Luxus?
22.06.2020

«Heute ist es einfacher, Geld auszugeben, das man nicht hat». Ein Interview eines Grossvaters mit dessen Enkelin veranschaulicht, wie sich die Einstellung gegenüber dem «Sparen» über drei Generationen verändert hat. Klar ist: Je höher das Einkommen, desto mehr kann gespart werden. Für viele Menschen ist Sparen jedoch notwendig, um im Alltag überhaupt über die Runden zu kommen. Dies hebt sich in Krisenzeiten wie jetzt besonders deutlich hervor.

Die «Geldpresse» beleuchtet Sparen von zwei Seiten: Sowohl als Luxus wie auch als Notwendigkeit. Die Online Zeitung wird von der Schuldenprävention der Stadt Zürich herausgegeben und erscheint viermal im Jahr.

Zur vollständigen Ausgabe der "Geldpresse"

Erkenntnisse aus dem Notfallfernunterricht
19.06.2020

Unter dem Motto «Eine gut gemachte Grafik sagt mehr als tausend Worte» fasst Beat Döbeli in einer Infografik-Serie die vergangenen Wochen des Notfallfernunterrichts pointiert zusammen. Gemäss Döbeli sind zum Beispiel bezüglich des Unterrichtens mit digitalen Medien wenig neue Erkenntnisse gewonnen worden, dafür wurde bereits Bekanntes neu entdeckt.

Beat Döbeli ist promovierter Informatiker und leitet das Institut für Medien und Schule der PH Schwyz.

Zu allen Infografiken

Kampf für Gleichberechtigung in den USA
17.06.2020

Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Nachfrage nach Arbeitskräften im Norden der USA rasant anstieg, migrierten zahlreiche Familien «of Color» vom Süden der USA in die nördlichen Industriestädte. Als Reaktion darauf verliessen weisse Haushalte in Scharen die betroffenen Wohngebiete und zogen weg. Die Steuereinnahmen und öffentlichen Investitionen in diesen Stadtteilen schrumpften. Dies wirkt sich für die betroffenen schwarzen Gemeinden bezüglich Einkommen, Beschäftigung und Zugang zu öffentlichen Gütern wie der Bildung bis heute nachteilig aus.

Ein Artikel der englischsprachigen Zeitschrift «The Economist» erklärt anhand von Ergebnissen aus der historischen Wirtschaftsforschung, wie soziale und ökonomische Ungleichheit in den USA entstanden ist, und plädiert dafür, dass der Kreislauf von institutionellem Rassismus endlich durchbrochen werden muss.

Zum vollständigen Artikel von «The Economist»