Ökonomisches Experiment
Allmendegüter
Beim Spiel «Fischteich» geht es darum, die Herausforderung der nachhaltigen Nutzung gemeinsamer Ressourcen zu erleben und die Problematik von...

Steigende Temperaturen, schmelzende Gletscher und häufigere Extremwetterereignisse zeigen: Der Klimawandel ist eine der grössten Herausforderungen unserer Zeit.
Das überarbeitete Modul «Ökonomie des Klimawandels» beleuchtet drei zentrale Aspekte: das globale Kooperationsproblem, den technologischen Wandel und marktwirtschaftliche Instrumente.
Jeder Themenblock beginnt mit einem einführenden Video und wird durch aktivierenden Lernaufträge vertieft. Ein neuer Begleittext mit Schaubild unterstützt die Einordnung der Inhalte.
Zu diesen Themen haben wir Ralph Winkler, Professor für Umwelt- und Klimaökonomie an der Universität Bern und Inhaltspartner von Iconomix, interviewt.
Optimierung des Moduls
Im Sommer 2026 wurde das Modul «Ökonomie des Klimawandels» inhaltlich und didaktisch optimiert. Ein neuer Begleittext mit Schaubild ordnet das Thema ein und hilft den Klimawandel als ökonomische Herausforderung zu verstehen.
Zudem wurden die Fachtexte, Lernaufträge und Quizze zu den einzelnen Video-Themenblöcken didaktisch überarbeitet und an den aktuellen fachlichen Stand angepasst.
Ralph Winkler: Das Pariser Klimaabkommen will die globale Erwärmung auf 1,5 bis 2 °C im Vergleich zur vorindustriellen Zeit begrenzen. Dafür müssen die Treibhausgasemissionen weltweit auf Netto-Null gesenkt werden.
Das erfordert einen grundlegenden Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energien, besonders in den Bereichen Energie, Gebäude und Verkehr. Die Aufgabe der Ökonomie ist es, Entscheidungsträger dabei zu beraten, wie dieser Wandel effizient und sozial gerecht gestaltet werden kann.
Der Klimawandel betrifft alle Menschen. Obwohl das Thema bekannt ist, gibt es in der Bevölkerung immer noch grosse Wissenslücken, die sich jedoch leicht schliessen lassen – auch für Lernende auf der Sekundarstufe II. In einer direkten Demokratie wie der Schweiz ist eine gut informierte Bevölkerung besonders wichtig.
Mir ist es wichtig, die Angst zu nehmen, dass Klimapolitik im Widerspruch zu Wohlstand und sozialer Gerechtigkeit steht. Diese Angst hat keine wissenschaftliche Grundlage und wird vor allem durch politische Interessen geschürt.
Klima- und Wirtschaftsthemen lassen sich gut verbinden, weil der Klimawandel im Kern auch eine ökonomische Herausforderung ist. Es geht um Fragen wie Marktversagen, internationale Zusammenarbeit oder die Rolle von Innovationen.
Konkret verändert die Energiewende Märkte, schafft neue Technologien und eröffnet wirtschaftliche Chancen. Schülerinnen und Schüler können am Beispiel des Klimawandels wichtige wirtschaftliche Konzepte wie Innovation, Anreize und internationale Zusammenarbeit kennenlernen
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Quelle: Ralph Winkler
Ralph Winkler ist Professor für Mikroökonomik, insbesondere Umweltökonomie, am Volkswirtschaftlichen Institut und am Oeschger-Zentrum für Klimaforschung der Universität Bern. Er forscht unter anderem zu internationale Klimapolitik und technologischem und strukturellem Wandel.
Das Modul Allmendegüter thematisiert die Übernutzung frei zugänglicher Ressourcen. Im Zentrum steht das Gruppenspiel Fischteich. Die Lernenden übernehmen die Rolle von Fischerinnen und Fischern an einem Teich und erleben und erkennen die dabei herrschenden Anreize unmittelbar durch eigenes Handeln in einem Spiel.
Das Modul vermittelt Konzepte wie wirtschaftliche Güterarten, Allmendedilemma, externe Effekte, Nachhaltigkeit, Knappheit der Ressourcen, Rolle des Staates und soziale Normen.
In drei Video-Themenblöcken wird einerseits gezeigt, woher die Probleme rühren (CO2-Ausstoss und Marktversagen) und wie diese gelöst werden könnten (Internalisierung von externen Kosten, technologischer Wandel). Andererseits wird gezeigt, warum eine Lösung aus polit-ökonomischer Sicht nicht ganz einfach ist (internationale Klimapolitik, Länder- und Generationen-übergreifende Problemstellung). Den Ausgangspunkt bildet jeweils ein Video. Die Lernenden vertiefen das Thema mittels Arbeitsauftrag. Die drei Themenblöcke können unabhängig voneinander eingesetzt werden.
Dieser Daten-Themenblock befähigt die Lernenden dazu, eine Verbindung zwischen der sich verändernden CO2-Konzentration in der Atmosphäre und den historischen Temperaturentwicklungen herzustellen. Angeleitet durch einen handlungsorientierten Arbeitsauftrag analysieren die Lernenden Daten und erstellen Grafiken. Dank zwei unterschiedlich komplexer Arbeitsaufträge ist der Daten-Themenblock für alle Schultypen geeignet.
Hinweis: Diese Story wurde nachträglich bearbeitet.