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Mit Jugendlohn zur Finanzkompetenz
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Mit Jugendlohn zur Finanzkompetenz
Dienstag, 27. März 2018

Früh übt sich, wer seine Finanzen im Griff haben will. Eine Studie der Hochschulen Luzern und Nordwestschweiz zeigt, dass der Jugendlohn Selbstverantwortung und Finanzkompetenz von Jugendlichen fördert.

Bild: pxhere (CC)

Die Idee des Jugendlohns geht auf Urs Abt zurück. Im Jahr 1970 entwickelte der Familientherapeut den Jugendlohn aus der Erkenntnis heraus, dass viele Probleme in der Familie mit Geld und persönlicher Freiheit zusammenhängen.

Zahlen die Eltern ihrem jugendlichen Nachwuchs jeweils einen monatlichen Betrag (zwischen 100 und 300 Franken), mit dem zum Beispiel das Handy-Abo, die Kleider oder der Coiffeur selbst bezahlt werden müssen, erhalten die Jugendlichen mehr Freiheit aber auch mehr Verantwortung.

So sollen die Teenager unter anderem lernen, ihr Geld besser einzuplanen oder zwischen notwendigen und entbehrlichen Einkäufen abzuwägen.

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2017 haben die Professorinnen Claudia Meier Magistretti (Hochschule Luzern) und Anne Herrmann (FHNW) im Auftrag des Vereins Jugendlohn 944 Deutschschweizer Familien rund um den Jugendlohn befragt.

92% der Befragten gaben dabei an, dass Jugendliche durch die Einführung des Jugendlohns lernen über längere Zeiträume zu denken und zu planen. Bei 94% der Familien lernten die Jugendlichen, notwendige Anschaffungen von Konsumwünschen zu unterscheiden.

In 97% der Fälle entwickelten die Jugendlichen durch den Jugendlohn mehr Selbstverantwortung und Autonomie in Geldfragen. Inwiefern diese Kompetenzen zur Schuldenprävention und zu einem langfristig besseren Umgang mit Geld beitragen, bleibt in einer grösser angelegten Untersuchung zu klären.

Hier finden Sie die gesamte Studie zum Jugendlohn.

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