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Geld und Tausch

Aufgabenset 2B (weiterführende Lernaufträge für BM und GYM)

    1. 1)

      Geldfunktionen

      Im Zweiten Weltkrieg wurden in Gefangenenlagern Zigaretten als Geld eingesetzt.

    1. a)

      In welchem der folgenden drei Fälle kann man eindeutig sagen, dass Zigaretten die Funktion von Geld übernehmen? Kreuzen Sie die zutreffende Antwort an und begründen Sie Ihre Wahl kurz.

    1. b)

      Damit sich etwas als Geld durchsetzt, sollten bestimmte Eigenschaften erfüllt sein. Nennen Sie mindestens drei nützliche Eigenschaften von Geld, die bei Zigaretten in Gefangenenlagern vorhanden sind.


    1. 2)

      Tauschwirtschaft

      In den beiden Städten A und B werden je sechs Dienstleistungen gehandelt: Haarschnitte, Kinoeintritte, Nachtessen, Massagen, Bustickets und Stadtführungen.

      Lösen Sie nun die Aufträge a) sowie b) und halten Sie mithilfe einer Uhr fest, wie lange Sie für die Beantwortung des Auftrags a) und wie lange für die Beantwortung des Auftrags b) benötigen.

    1. a)

      In der Stadt A haben sich nachfolgende Tauschverhältnisse eingependelt. Notieren Sie die wertvollste Dienstleistung auf dem Markt.

      1 Haarschnitt = 4 Bustickets 3 Stadtführungen = 2 Massagen
      2 Nachtessen = 5 Kinoeintritte 5 Haarschnitte = 4 Nachtessen
      1 Kinoeintritt = 2 Bustickets 6 Bustickets = 1 Massage
      2 Massagen = 3 Haarschnitte 1 Haarschnitt = 2 Kinoeintritte
      4 Nachtessen = 5 Stadtführungen 1 Stadtführung = 1 Haarschnitt
      5 Bustickets = 1 Nachtessen 6 Nachtessen = 5 Massagen
      1 Stadtführung = 4 Bustickets 2 Kinoeintritte = 1 Stadtführung
      1 Massage = 3 Kinoeintritte  

       

    1. b)

      In der Stadt B werden alle Preise in Jetons ausgedrückt. Es gelten folgende Preise. Notieren Sie die wertvollste Dienstleistung auf dem Markt.

      1 Haarschnitt = 20 Jetons
      1 Kinoeintritt = 10 Jetons
      1 Nachtessen = 25 Jetons
      1 Massage = 30 Jetons
      1 Busticket = 5 Jetons
      1 Stadtführung = 20 Jetons

    1. c)

      Der Auftrag b) war offensichtlich einfacher zu bearbeiten als der Auftrag a). Weshalb? Notieren Sie bedeutsame Gründe. Halten Sie zudem die Funktion von Geld fest, die in diesem Beispiel sichtbar wird.


    1. 3)

      Die Rolle von sinkenden Transaktionskosten (Tauschkosten)

    1. a)

      Kreuzen Sie jenes Zahlungsmittel an, das Sie im Alltag am meisten nutzen und begründen Sie kurz, warum Sie dieses Zahlungsmittel bevorzugen.

      Bargeld
      Debitkarte
      Kreditkarte
      Bezahl-Apps (z. B. Twint, Apple Pay oder Google Pay)
      Anderes Zahlungsmittel: 

      Begründung:

    1. b)

      Ordnen Sie die verschiedenen Zahlungsmittel auf der folgenden Leiste ein.

    1. Münzen:

      Tauschwirtschaft:

      Feuersteine, Schneckenschalen oder Muscheln:

      Bargeldloses Bezahlen:

      Banknoten:

    1. c)

      Vergleichen Sie die nachfolgenden Paare hinsichtlich deren Transaktionskosten. Notieren Sie, welches der beiden Zahlungsmittel tiefere Transaktionskosten aufweist und begründen Sie Ihre Antwort.

      Tauschwirtschaft – Feuersteine, Schneckenschalen oder Muscheln:

      Feuersteine, Schneckenschalen oder Muscheln – Münzen:

      Münzen – Banknoten:

      Banknoten – Bargeldloses Zahlen:


    1. 4)

      Absolute und relative Preise

      Preise, die in einer Geldeinheit (z. B. in Franken) ausgedrückt werden, nennt man auch absolute Preise. Wenn alle absoluten Preise bekannt sind, sind damit auch alle Tauschverhältnisse zwischen den Gütern definiert. Diese Tauschverhältnisse nennt man relative Preise. Sie drücken aus, wie teuer eine Ware im Vergleich mit anderen Waren ist. Kostet z. B. ein Hemd 40 und ein Buch 20 Franken, beträgt das Tauschverhältnis 1:2. Der relative Preis des Hemds (im Vergleich zum Buch) beträgt also zwei Bücher.

    1. a)

      Nehmen Sie an, alle absoluten Preise in einer Volkswirtschaft verdoppeln sich. Wie verändern sich dadurch die relativen Preise? Begründen Sie Ihre Antwort kurz.

    1. b)

      Nehmen Sie an, der Preis von einem Kilo Zucker steigt innerhalb eines Jahres um 40% an, während die jährliche allgemeine Teuerung (Inflation) nahe bei null liegt. Bezeichnen Sie den Anstieg des Zuckerpreises, indem Sie das Konzept der absoluten und relativen Preise nutzen. Geben Sie zudem vor dem Hintergrund des Modells von Angebot und Nachfrage zwei mögliche Erklärungen zum Preisanstieg wieder.

    1. c)

      Nehmen Sie an, die Inflation ist hoch und unberechenbar. Die jährliche Teuerung liegt bei 20% oder inzwischen vielleicht sogar bei 30% oder 50% – Sie wissen es nicht genau. Sie beobachten wiederum, dass der Preis von einem Kilo Zucker in einem Jahr um 40% ansteigt. Wie interpretieren oder erklären Sie nun diesen Preisanstieg? Hat sich der relative Preis von Zucker verändert? Argumentieren Sie.


    1. 5)

      Die Auswirkungen von Inflation

      Bei Inflation verliert Geld an Wert. Dies hat weitreichende Auswirkungen auf diverse wirtschaftliche Akteure. Diese Auswirkungen können sowohl positiv als auch negativ sein und treffen verschiedene Akteure in der Wirtschaft unterschiedlich stark.

      Beurteilen Sie bei den untenstehenden vier Szenarien, ob der in Frage stehende ökonomische Akteur von Inflation profitiert oder durch sie verliert. Setzen Sie dazu das Kreuz an die entsprechende Stelle und begründen Sie Ihre Antwort kurz. 

    1. a)

      Szenario 1: Eine Rentnerin erhält eine fixe Rente.

    1. b)

      Szenario 2: Ein Staat, der sich Geld zu tieferen Zinsen als die aktuelle Inflationsrate geliehen hat.

    1. c)

      Szenario 3: Eine Privatperson deren Ersparnisse zu einem Zinssatz verzinst werden, der tiefer ist wie die Inflationsrate.

    1. d)

      Szenario 4: Ein Energieunternehmen, das in einem Land tätig ist, in welchem die Inflation hauptsächlich durch höhere Energiepreise getrieben ist.

    1. e)
    1.  

      Inflation bringt nicht nur verschiedene Gewinner:innen und Verlierer:innen hervor, sondern trifft auch unterschiedliche Akteure unterschiedlich stark. Die oben stehende Grafik gibt Hinweise dazu, weshalb die Inflation nicht alle Haushalte gleich stark trifft. Schauen Sie sich zuerst die Grafik an und füllen Sie anschliessend die einzelnen Lücken im Text mit jeweils einem der unten stehenden Begriffe. 

      Hinweis: Sie benötigen nicht alle Begriffe. Einige Begriffe können zudem mehrmals vorkommen. 

       

      tiefen Einkommen, höheren Anteil, knapp, mehr ausgeben, hoch, mehr sparen, tieferen Anteil, höheren Einkommen, Sparquote, Einkommen, weniger sparen

       

      Wie stark Haushalte von der Inflation betroffen sind, hängt stark davon von ihrem ab. Bei Haushalten mit einem machen die verschiedenen Konsumausgaben einen deutlich aus, als bei Haushalten mit einem . So ist es für Haushalte mit einem höheren Einkommen einfacher, die Effekte der Inflation auszugleichen, indem sie . Haushalte mit einem können ihre hingegen nicht im selben Mass erhöhen, da ihr Budget bereits ist.