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Wie bezahlt die Schweiz?
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Wie bezahlt die Schweiz?
Dienstag, 19. Juni 2018

Wieviel Bargeld der Durchschnittsschweizer im Portemonnaie hat und vieles mehr verrät die Zahlungsmittelumfrage der SNB.

Bild: pixabay – BITLAKE (CC)

Im Herbst 2017 führte die Schweizerische Nationalbank (SNB) eine Zahlungsmittelumfrage mit rund 2000 Personen durch, um Informationen zum Zahlungsverhalten und zur Bargeldnutzung der privaten Haushalte in der Schweiz zu erhalten.

Folgende Slideshow gibt interessante Einblicke in den Umgang mit Zahlungsmitteln der Schweizer Haushalte.

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Im Durchschnitt trägt eine Person in der Schweiz 133 Franken an Bargeld bei sich, wobei Männer durchschnittlich etwas mehr Bargeld im Portemonnaie haben als Frauen. Zudem gibt es Unterschiede zwischen Altersgruppen und Sprachregionen: Der mittlere Bargeldbestand nimmt mit dem Alter zu. Im Tessin wird durchschnittlich deutlich mehr Bargeld bei sich getragen als in der Deutsch- oder der Westschweiz.
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Schweizerinnen und Schweizer besitzen pro Kopf rund zwei verschiedene bargeldlose Zahlungsmittel, wobei insbesondere die Debitkarte sehr weit verbreitet ist, gefolgt von der Kreditkarte. Bezahlapps sind zwar fast der Hälfte der Befragten ein Begriff, werden jedoch von wenigen genutzt.
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Bargeld ist das von der Schweizer Bevölkerung meistgenutzte Zahlungsmittel, gefolgt von der Debitkarte. Von den erfassten Zahlungen werden 70% bar abgewickelt. Am Wert gemessen werden demgegenüber 45% der Ausgaben mit Bargeld getätigt.
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Kleinere Beträge werden in der Schweiz mehrheitlich mit Bargeld beglichen. Die Debit- oder Kreditkarte wird vor allem für die Bezahlung mittlerer und grösserer Beträge verwendet.
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Das Alter der Befragten prägt das Zahlungsverhalten: Personen in der Gruppe der ab 55-Jährigen wickeln einen höheren Anteil der erfassten Zahlungen mit Bargeld ab als die restlichen Befragten. Zudem zeigt sich ein bedeutender Einfluss der Höhe des Haushaltseinkommens auf das Zahlungsverhalten: Mit höherem Haushaltseinkommen nehmen nicht nur die Anzahl der Transaktionen und die durchschnittliche Betragshöhe der vorgenommenen Zahlungen zu, sondern auch die Nutzung von Debit- und Kreditkarten.
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Als Hauptgrund für die Wahl eines Zahlungsmittels wird meist die Einfachheit genannt. Auch die Akzeptanz an den jeweiligen Zahlungsorten kann eine wichtige Rolle spielen.
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Insgesamt weist die Schweizer Bevölkerung ein ähnliches Zahlungsverhalten auf wie die Bevölkerung der Eurozone im Durchschnitt. Die Schweiz liegt sowohl bei den Zahlungspräferenzen als auch bei den Nutzungsanteilen im Mittelfeld zwischen bargeldaffinen deutschsprachigen und südeuropäischen Ländern und bargeldlos orientierten frankophonen und nördlichen Euroländern.

In folgendem Videobeitrag erklärt Fritz Zurbrügg, Vizepräsident des Direktoriums der SNB, warum Leute mit tieferem Einkommen häufiger bar bezahlen als Leute mit höherem Einkommen.

Video

Den Bericht zur Zahlungsmittelumfrage finden Sie hier:

SNB. Zahlungsmittelumfrage 2017 (31.05.2018)

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