Italiens schiefe Institutionen
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Italiens schiefe Institutionen
Freitag, 05. April 2013

«Italien ist das grösste Risiko für die Währungsunion» – Der Zürcher Wirtschaftsprofessor Fabrizio Zilibotti erklärt in einem Interview mit der Zeitung «Finanz und Wirtschaft», wo die Probleme Italiens liegen.

Bild: Wikipedia

Das komplette Interview ist auf der Internetseite der Zeitung «Finanz und Wirtschaft» verfügbar. Die wichtigsten Aussagen von Zilibotti sind hier kurz zusammengefasst:

  • Italiens Volkswirtschaft gehört zu den Schwergewichten der Eurozone. Die aktuelle Situation in Italien stellt daher das grösste Risiko für die Währungsunion dar.
  • Der Hauptvorteil der Eurozone liegt darin, dass Italien zu besseren Institutionen gezwungen wird.
  • Die schwachen Institutionen in Italien und der teure Staatsapparat haben das Wirtschaftswachstum in den letzten Jahren stark beeinträchtig.
  • Steuerhinterziehung ist in Italien so verbreitet, weil die Bürger nicht bereit sind, den öffentlichen Sektor zu bezahlen, der in ihren Augen keine Dienstleistungen für sie erbringt. Die Beziehung zwischen Staat und Bürger ist schwierig.
  • Die hohe Jugendarbeitslosigkeit ist nicht zuletzt eine Folge des schlechten Bildungssystems. Es fehlt ein duales Berufsbildungssystem, wie wir es in der Schweiz oder in Deutschland kennen.
  • Mit einem Austritt aus der Eurozone könnte Italien zwar die Währung abwerten und so die Exporte ankurbeln. Aber die Einbindung in die Eurozone gibt den Institutionen in Italien Stabilität

Zum Thema:

Für das iconomix-Team
Patrick Keller

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