Allmendegüter
Das Modul «Allmendegüter» thematisiert die Problematik der Übernutzung von frei zugänglichen Ressourcen. Die Lernenden erleben und erkennen die dabei herrschenden Anreize unmittelbar durch eigenes Handeln in einem Spiel. Ebenfalls Teil des Spiels ist die Suche nach Lösungsansätzen für die «Allmendeproblematik». Ein naheliegender Bezug sind Umweltprobleme wie z.B. die Klimaerwärmung.
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Links zum Thema
Öffentliche Güter iconomix. Das etwas anspruchsvollere Modul «öffentliche Güter» behandelt ein verwandtes Thema.
Baregg-Tunnel-Spiel
www.tobler-verlag.ch/...
Tobler Verlag. Ein einfaches Strategiespiel zum Thema Allmendegüter.
Blogartikel zum Thema
Nobelpreis für Wirtschaft: Ostrom 13. Oktober 2011
Impressum Modul «Allmendegüter»
Konzeption
Fachautoren und Fachberatung
- lic. oec. publ. Pascal Sulser
- Dr. Petra Gerlach, SNB (fachliche Review)
Didaktische Beratung
- Dr. Markus Ulrich, UCS Ulrich Creative Simulations GmbH
- Prof. Dr. Roman Capaul, Universität St. Gallen
- Beatrix Winistörfer-Hafen, Environmental Education, Hochschule Wädenswil
Erprobung im Unterricht (Pretesting)
- Marrit Brehm, Gymnasium Neufeld Bern
- Jean-Christophe Gindrat, ESC Saint-Imier
- Solange Horvath, Kantonale Fachmittelschule Biel
- Christoph Koenig, Kantonsschule Wil
- Thomas Leu, KV Business School Zürich
- Florian Schmid, TBS Zürich
- Bernhard Waxenberger, KS am Brühl St. Gallen
Gestaltung Unterrichtsmaterialien
Korrektorat
Spielentwicklung
Gestaltung Spiel
Herstellung / Druck

Im Spiel gilt es, nach bestimmten Regeln möglichst viele Fische aus einem Teich zu holen. In der einen Klasse biete ich als Anreiz, dass die im Spiel erzielte Note als Maturanote gilt, wenn dies gewünscht wird. – Sicher? – Sicher! Als in einer Ecke bereits ein Zwischengespräch aufkommt, dass der Fischteich dann optimal funktioniert, wenn jeder maximal zwei Fische bezieht, wird’s mir ein wenig mulmig bezüglich meines Versprechens … Dann beginnt das Spiel. Die Testrunde läuft ganz passabel, letzte Fragen werden geklärt. Nun gilt’s ernst. Auch hier läuft’s ganz passabel, es wird zwar leicht überfischt, so dass ich nach der dritten Runde die Strafmöglichkeit einführe. Doch dann geht’s rapide abwärts mit dem Fischbestand. Nach zwei weiteren Runden ist der Fischteich leer. Während die einen verdutzt dreinblicken, wie schnell es ging, ärgern sich andere, dass es nicht möglich war, den Fischteich einfach geordnet zu nutzen, in dem jeder maximal zwei Fische entnommen hätte. Das sei doch von Anfang an klar gewesen und damit wäre der «Maturafünfer» gerettet gewesen. Nur ganz wenige lächeln verschmitzt und freuen sich, dass sie ein, zwei Fische mehr haben als die anderen. Wieder andere sehen sich als die grossen potentiellen Weltretter, sie haben höchstens einen Fisch geangelt oder sogar gar keinen, oder sie haben sich eifrig für’s Strafen eingesetzt, aber gebracht habe das ja nun auch nichts. Als ich dann die Notenskala auflege, wird klar: Für die Matura muss doch noch gebüffelt werden, mit einem «Zweieinhalber» will doch niemand ins Rennen gehen. Dafür ist nun allen klar, was ein «Allmendedilemma» ist. Auf der Basis des Spiels ergab sich ein gutes Gespräch, anschliessend setzte ich die Arbeitsunterlagen ein, die iconomix bietet. Diese wurden bestens gelöst. Beeindruckt hat die Lernenden, dass das Spiel eben leider nicht nur Spiel ist, sondern in der Realität vor Neufundland genau wie in der Klasse in einer Überfischung endete.