iconomix

Schweizerische Nationalbank

Freitag, 23. April 2010,
09:39

Mathematik und Geld

Das Fach Mathematik gehört nicht zu den Lieblingsfächern. Mathe ist anstrengend, eintönig und vermeintlich ohne praktischen Nutzen. In einer wissenschaftlichen Studie wurde getestet, wie Risikoverhalten, finanzielle Verhaltensweisen und Zeitpräferenzen (Ist es besser, eine Sache heute zu machen oder sie auf morgen zu verschieben?) zusammenhängen. Die verwendete Stichprobe erfasste eine Vielzahl an Personen aller Altersgruppen.

Grundlage waren  Experimente und Fragen, wobei  auch einfache Rechenoperationen wie Multiplizieren, Dividieren und Prozentrechnen gelöst werden mussten. Überrascht hat, dass
innerhalb jeder Altersgruppe bei denjenigen, die die Grundrechenarten beherrschten, ein rationaler Umgang mit Geld festzustellen war. Sie beantworteten Fragen nach Zeitpräferenz richtig und ihre Risikoeinschätzungen waren logisch und konsistent.

Grundlegende Rechenkenntnisse können also durchaus von Vorteil sein: Mit rationalem Verhalten kann man finanzielle Risiken besser abwägen und Anschaffungen kalkulieren. Selbst verschuldete finanzielle Engpässe lassen sich vermeiden. Auf mathematischen Grundkenntnissen kann man aufbauen und das persönliche Finanzpotential weiter schulen.

Mathematik kann also durchaus von persönlichem Nutzen sein.

Doris M. Schönemann

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