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Programmieren wird Pflicht
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Dienstag, 05. Dezember 2017

Informatik wird zum Pflichtfach an den Schweizer Gymnasien. Im Hinblick auf den digitalen Wandel ist der Entscheid sicher richtig, doch stellt er die Schulen vor Herausforderungen.

Bild: flickr - Jonathan Reyes (CC)

Die Digitalisierung und ihre Folgen sind zurzeit ein vieldiskutiertes Thema. Ein Aspekt, der dabei immer wieder in den Fokus gerät, ist die Bildung. Die Kompetenzen, die in Zukunft auf dem Arbeitsmarkt gefragt sein werden, dürften sich von denen unterscheiden, die noch vor 20 Jahren nachgefragt wurden.

Zu dieser Thematik hat sich der Bund Anfang November in seinem Bericht «Auswirkungen der Digitalisierung auf Beschäftigung und Arbeitsbedingungen – Chancen und Risiken» geäussert. Unter anderem kommt er zum Schluss, dass vor allem Kenntnisse in Informatik eine grundlegende Anforderung in der Arbeitswelt sein werden.

Doch genau in diesem Bereich hinkt die Schweiz im internationalen Vergleich stark hinterher. Der heutige Informatikunterricht an den Gymnasien geht nicht über eine Anwenderschulung hinaus, meint Professor Martin Lehmann von der Pädagogischen Hochschule Bern gegenüber dem Tagesanzeiger. Dabei sind es anstelle des Umgangs mit Word, Excel & Co. viel mehr Programmierfertigkeiten, die den Lernenden in Hinblick auf das Berufsleben vermittelt werden sollten.

Diesem Manko im Rahmenlehrplan will die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) nun beikommen. In der Plenarversammlung vom 27. Oktober wurde beschlossen, dass Informatik am Gymnasium zu den obligatorischen Fächern gehören soll. Bis zur landesweiten Umsetzung dieses Entscheids wird es indes noch ein paar Jahre dauern. In einem nächsten Schritt müssen die gesetzlichen Grundlagen entsprechend angepasst werden und die EDK sowie der Bundesrat die neuen Gesetzestexte annehmen. Dabei wird auch festgelegt wie lange die Übergangsfrist zum neuen Lehrplan sein soll.

Geht es nach der EDK, werden die überarbeiteten Verordnungen bis Sommer 2018 beschlossen sein. Rechnet man mit einer Übergangsfrist von vier Jahren, würde das Informatik-Obligatorium also spätestens 2022/23 umgesetzt sein. Dies gibt den Schulen Zeit, um sich auf die neue Situation einzustellen. Denn das neue Obligatorium bedeutet mehr Schulstunden im schon vollbepackten Curriculum. Welche Lösungen sich anbieten, damit möglichst keine anderen Fächer darunter leiden, zeigt der folgende Videobeitrag von SRF.

Den gesamten Beitrag finden Sie hier.

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