Schweizerische Nationalbank

Regress einfach erklärt

Arbeitsauftrag
    1. 1)
    1. a)

      Lesen Sie die Aufgabe b. durch. Sehen Sie sich anschliessend das Video «Regress einfach erklärt» an.

      QR Code Video
    1. b)

      Der Flowchart zeigt die Geschichte von Manuel auf. 

    1. Ordnen Sie die vier Textbausteine den passenden Feldern zu.

      A
      B
      C
      D
       
      Er vereinbart mit seiner Versicherung, die Schulden in monatlichen Raten à 400 Franken abzubezahlen.
       
      Manuel muss sein Budget für die nächsten 5 Jahre anpassen.
       
      Die Versicherung fordert 15% der Kosten von ihm zurück.
       
      Die Kosten des Verkehrsunfalls ergeben insgesamt eine Schadenssumme von 155 000 Franken.

    1. 2)

      Nach einem Unfall stellen sich aus rechtlicher Sicht drei Fragen: Wer ist schuld? Wie gross ist der Schaden? Wer haftet ganz oder teilweise? Manuels Unfall wird nach öffentlichem Recht und Zivilrecht beurteilt. Beim Zivilrecht geht es um die Regelung der finanziellen Folgen eines Verkehrsunfalls.

    1. a)

      Als Unfallverursacher ist Manuel verpflichtet, für den entstandenen Schaden aufzukommen. Gehen Sie im Kopf die verschiedenen Bestandteile von Manuels Schadenssumme durch. Tipp: Orientieren Sie sich an folgendem Screenshot.

    1. b)

      Aus welchen Schadenselementen besteht der Gesamtschaden von Manuel? Kreuzen Sie die richtigen Elemente an und begründen Sie. Tipp: Orientieren Sie sich am Beispiel.

      Beispiel: 

      ☒ Ersatz der Sach- und Begleitschäden  (Ersatz oder Reparatur der Fahrzeuge etc.)

      Begründung: Totalschaden beider Fahrzeuge CHF 61 000


    1. 3)

      Manuel glaubt, dass er keine schwerwiegenden finanziellen Folgen zu befürchten hat, weil er versichert ist. Grundsätzlich übernehmen Versicherungen die finanzielle Haftung im Falle eines Unfalls. Seine Haftpflichtversicherung ist für den Schaden am fremden Auto zuständig, seine Vollkaskoversicherung für den Schaden an seinem eigenen Auto.

    1. a)

      Lesen Sie unten stehende Hinweisbox aufmerksam durch.

    1. Haftpflichtversicherung

      Als Haftpflicht wird die Pflicht bezeichnet, einen selbst verursachten Schaden, der bei einer anderen Person anfällt (Personen- oder Sachschäden), ersetzen zu müssen. Wer eine Haftpflichtversicherung besitzt (freiwillig, siehe aber Ausnahme unten), muss nicht selbst dafür aufkommen. Die Versicherung ersetzt den entstandenen Schaden des anderen.

      Die Motorhaftpflichtversicherung ist in der Schweiz obligatorisch. Sie übernimmt Schäden, die mit dem eigenen Auto anderen zugefügt wurden. Hierzu zählen z.B. Unfallschäden bei Fahrzeugen von Drittpersonen oder das Touchieren eines Autos beim Einparken.

      Die Vollkaskoversicherung übernimmt die Kosten für Schäden am eigenen Fahrzeug, wenn diese durch einen selbst verschuldeten Unfall oder durch Vandalismus durch fremde Personen entstanden sind. Im Unterschied zur Motorhaftpflichtversicherung handelt es sich bei der Vollkasko um eine freiwillige Zusatzversicherung.

    1. b)

      Kreuzen Sie an (X), welche Versicherung bei unten stehenden Fallschilderungen zum Zuge kommt. Begründen Sie Ihre Antwort in einem Satz.

       

        Haftpflichtversicherung Motorhaftpflichtversicherung Vollkaskoversicherung
      Manuel ist bei Freunden eingeladen. Er macht eine ungeschickte Bewegung und stösst eine Vase vom Tisch.
      Begründung: 
      Manuel parkt ein und touchiert aus Versehen den Aussenspiegel eines fremden Autos.
      Begründung: 
      Es ist Winter und die Strasse ist vereist. Manuel schlittert und fährt in einen Pfosten. Dabei entstehen einige Kratzer und Beulen an seinem eigenen Auto.
      Begründung: 
      Manuel kollidiert beim Skifahren mit einer anderen Person und diese muss zum Arzt. Die Person kann Ersatz des Personenschadens für Arztkosten beanspruchen
      Begründung: 

    1. c)

      Notieren Sie ein zusätzliches Beispiel aus Ihrem Alltag, bei dem eine (Motor-)Haftpflichtversicherung zum Zuge kommen könnte.


    1. 4)

      Aus dem Polizeirapport erfährt die Versicherung, dass Manuel in angetrunkenem Zustand den Unfall verursacht und so grobfahrlässig gehandelt hat. Deshalb hat sie das Recht, «Regress» geltend zu machen.

    1. a)

      Notieren Sie drei weitere Handlungen, die im Strassenverkehr als grobfahrlässig zählen. 

    1. b)

      Füllen Sie den Lückentext mit folgenden Begriffen aus.

      Rückforderung / Verschulden / fordern / grobfahrlässig

      Beim Regress handelt es sich um eine , die eine Versicherung stellen kann, wenn ein Unfall oder ein Schaden herbeigeführt wurde. Je nach Grösse des und unter Berücksichtigung weiterer Umstände wie etwa der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit die Versicherung Geld von dem/der Unfallverursachenden zurück.

    1. c)

      Grundsätzlich richtet sich die Höhe der Regressquote nach dem Ausmass der Schuld. Je höher also etwa der Alkoholgehalt im Blut eines Autofahrers, desto schwerer wiegt dessen Verschulden. Weil Manuel mit 0,85 Promille Alkohol im Blut den Unfall verursacht hat, fordert die Versicherung 15% Regress. Berechnen Sie die anfallenden Regresskosten für Manuel sowie für zwei weitere Beispiele.

        Manuel Beispiel 2 Beispiel 3
      Total Schadenssumme CHF 155 000 CHF 250 000 CHF 200 000
      Regressquote 15 Prozent 20 Prozent 35 Prozent
      Regresskosten CHF CHF CHF
       
      Lösungsweg
    1. d)

      Im Video zeigt sich, dass es 59 Monate dauert, bis Manuel seine Schuld gegenüber seiner Versicherung beglichen haben wird. Zeigen Sie den Rechnungsweg auf, der zu diesem Ergebnis (59 Monate) führt.

    1. e)

      Kreuzen Sie die korrekten Aussagen an. Erklären Sie bei den falschen Aussagen in einem vollständigen Satz, wieso diese nicht korrekt sind.


    1. 5)
    1. a)

      Schauen Sie sich die Tabelle von Aufgabe 5b an. Lesen Sie anschliessend den «Tagesanzeiger»-Artikel
      «Versicherung bittet nach dem Unfall zur Kasse» aufmerksam durch.

    1. b)

      Füllen Sie die Tabelle aus.

      Angaben Antwort
      Name Unfallverursacher/in
      Alter Unfallverursacher/in
      Unfallort
      Körperliche Folgen für Geschädigten (LKW-Fahrer)
      Psychische Folgen für Schädiger (Unfallverursacher)
      Rechtlich-finanzielle Folgen für Schädiger (Unfallverursacher)
      Versicherungstechnische Folgen
      Ausmass der Schuld
      Grobfahrlässiges Verhalten
      Höhe der Regressquote
      Schulden in Höhe von Ursprünglich: CHF
      Nach Kompromiss: CHF
      Ratenzahlung in Höhe von CHF   
      Zeitraum benötigt für Schuldenabbau Jahre:
      Langfristige finanzielle Folgen für Schädiger (Unfallverursacher)