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Schweizerische Nationalbank

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Donnerstag, 19. Januar 2012,
15:05

Europa droht ein verlorenes Jahrzehnt

In einer Interviewserie mit renommierten Ökonomen leuchtet «Finanz und Wirtschaft» das Thema Eurokrise aus. In der gestrigen Ausgabe vom 18. Januar war Ökonomieprofessor Kenneth Rogoff an der Reihe.

«Kaum ein Ökonom ist besser qualifiziert als Kenneth Rogoff, um über Europas Schuldenkrise zu sprechen. Zusammen mit seiner Kollegin Carmen Reinhart hat der Harvard-Professor das wohl wichtigste Wirtschaftsbuch der vergangenen vier Jahre verfasst: ‹This Time is Different – Eight Centuries of Financial Folly› (2009) untersucht alle namhaften Finanzkrisen der letzten Jahrhunderte und leitet daraus wichtige Folgerungen ab.»

So die Einleitung zum sehr lesenswerten Interview, das wir hier freundlicherweise als PDF verlinken dürfen (Teil 1(552 KB)http://www.iconomix.ch/fileadmin/user_upload/iconomix/blog/icx/11/fw_021_1801.pdf, Teil 2(534 KB)http://www.iconomix.ch/fileadmin/user_upload/iconomix/blog/icx/11/fw_022_1801.pdf).

Rogoffs Fazit ist klar: Griechenland, Portugal, Irland und wahrscheinlich auch Spanien sind insolvent und benötigen einen Schuldenschnitt. Andernfalls droht Europa ein verlorenes Jahrzehnt.

Lesen Sie auch:

Für das iconomix-Team
Manuel Wälti

Donnerstag, 12. Januar 2012,
10:00

Vorboten einer deutlichen Abschwächung

«Was wir sehen, sind die Vorboten einer deutlichen Abschwächung», sagt Aymo Brunetti, Chefökonom des Bundes im Interview mit der Aargauer Zeitung vom 10. Dezember 2011 (Online nicht verfügbar).

Das Seco geht in seiner Winterprognose von einem Wachstum fürs nächste Jahr von noch 0,6 Prozent aus. Im Herbst sagte das Seco noch ein Wachstum von 1,3 Prozent voraus. Weshalb diese Korrektur? Nochmals Aymo Brunetti:

«Das liegt an den Aussichten für die Exporte, die von zwei Faktoren negativ beeinflusst werden: dem starken Franken und der schwachen Nachfrage aus dem Ausland, insbesondere aus dem Euroraum.»

«Lange Zeit haben sich die Exporte als erstaunlich widerstandsfähig erwiesen. Aber es war klar, dass solch eine massive Franken Aufwertung sich irgendwann nicht nur in den Margen niederschlagen würde. Dazu ist jetzt noch die deutliche Verschlechterung der Aussichten in Europa gekommen.»

«Typischerweise steigt in einer solchen Konjunkturphase auch die Zahl der Entlassungen. Das ist für die Betroffenen dramatisch, aber in einer gesamtwirtschaftlichen Beurteilung steht die Schweiz, gerade im internationalen Vergleich, noch immer sehr gut da.»

***

iconomix hat gestern die Winter-Ausgabe des Bausteins «Konjunkturtendenzen»www.iconomix.ch/...  publiziert. Der Arbeitsauftrag orientiert sich an der Gliederung der gleichnamigen Seco-Publikation – Weltwirtschaft, Lage der Schweizer Wirtschaft, Risiken – und bietet zu jedem der drei Rubriken eine Reihe von Verständnis- und Vertiefungsfragen.

Zu jeder Ausgabe wird zudem ein Vertiefungsthema herausgehoben und ebenfalls mit Verständnis- und Vertiefungsfragen didaktisch zugänglich gemacht. In dieser Ausgabe ist es das Thema «Euroraum: Zuspitzung der Schuldenkrise und zunehmende Belastung der Konjunktur».

Eine weitere Besonderheit des Bausteins «Konjunkturtendenzen» ist ein Foliensatz mit ca. 30–40 Folien je Ausgabe. Der Foliensatz ist eine ideale Ergänzung zum Arbeitsauftrag, stellt aber auch unabhängig davon eine wertvolle Ressource dar für den aktualitätsbezogenen Wirtschaftsunterricht.

Mit dieser Ausgabe wurden zudem die «Hinweise für die Lehrpersonwww.iconomix.ch/...» vollständig überarbeitet (Version Januar 2012). Das Dokument zeigt anschaulich die Möglichkeiten zum Einsatz von «Konjunkturtendenzen» im Unterricht.

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Manuel Wälti

Freitag, 18. November 2011,
13:30

"Die Volkswirtschaft" zur Eurokrise

Das monatliche Magazin für Wirtschaftspolitik «Die Volkswirtschaft» widmet die neueste Ausgabewww.dievolkswirtschaft.ch/... der Eurokrise – und welche Auswege es daraus geben könnte. Thematisiert werden unter anderem:

Wer sich für die Ursache der Eurokrise – die drohenden Staatsbankrotte – interessiert, dem sei der ausführliche DOK-Film von SF Wissen empfohlen:

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Marc Schiesser

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Dienstag, 15. November 2011,
12:09

Fazit: Das neue Wirtschaftsblog

Am 11. November starteten Wirtschaftsredakteure der Frankfurter Allgemeinen Zeitung F.A.Z. ein neues Blog. Themen: Wirtschaft und Finanzmärkte. Namen: Fazit.

Gemäss Ankündigung werden aktuelle wirtschaftliche Debatten geführt, neue und alte ökonomische Forschungsergebnisse erklärt und ein scharfer Blick auf die internationalen Finanzmärkte geworfen. Wir sind gespannt.

Das Blog findet sich über die Webseite von FAZ.net oder über www.fazit-blog.dewww.fazit-blog.de. Und natürlich auf der Blogroll von iconomix.

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Manuel Wälti

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Donnerstag, 10. November 2011,
21:30

Staatsverschuldung und Geldpolitik

Europa brauche eine starke fiskalische Institution hinter der Europäischen Zentralbank (EZB), sagt der diesjährige Wirtschaftsnobelpreisträger Christopher Sims im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitungwww.faz.net/... (26.10.2011).

Die Europäische Währungsunion (EU) braucht eine solche Institution, damit diese als «Gläubiger der letzten Instanz» der EZB den Rücken freihalten kann. Sonst droht langfristig die Gefahr von Inflation, sagt Sims. Ob die Zeit für die Schaffung einer solchen Institution noch bleibt, ist eine andere Frage.

Inzwischen ist zum Thema Staatsverschuldung und Geldpolitik unter Ökonomen eine heisse Debatte entbrannt:

Warum die Zeit drängt? Deshalb:

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Manuel Wälti

 

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Montag, 31. Oktober 2011,
10:56

Gespräche zur Finanzkrise

Die Sternstunde Philosophie von SF bringt zur Zeit eine vierteilige Serie, die sich den Hintergründen der Finanzkrise widmet.

Das erste Gespräch führte Katja Gentinettakatja-gentinetta.ch mit der St.Galler Wirtschaftsprofessorin Monika Bütlerwww.alexandria.unisg.ch/... zum Thema «Wirtschaft auf dem Prüfstand: Wo steht die Schweiz?».

  • Zur Websitewww.sendungen.sf.tv/... der Sendung.
  • Sendung im SF Videoportalwww.videoportal.sf.tv/... aufrufen.

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Manuel Wälti

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Freitag, 28. Oktober 2011,
13:21

Schuldenschnitt für Griechenland

Die Mitgliedstaaten der EU einigten sich am Donnerstag auf ein umfassendes Massnahmenpaket zur Eindämmung der Euro-Krise. Dem hoch verschuldeten Griechenland wird die Hälfte seiner Schulden erlassen.

Eine Infografik der Financial Times Deutschland (vom 27.10.2011) zeigt, nach Ländern geordnet, welche Gläubiger wie viele griechische Anleihen halten und nun auf 50% ihrer Forderungen verzichten müssen.

Die anderen Massnahmen des Pakets umfassen eine Vergrösserung des Rettungsfonds EFSF und eine Kapitalaufstockung für europäische Banken.

Mehr zum Thema:

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Marc Schiesser

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Freitag, 14. Oktober 2011,
20:25

SECO-Bericht zur Lage auf dem Arbeitsmarkt

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) hat letzte Woche – wie jeden Monat – über die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt berichtet. Mit nur 2,8% Arbeitslosigkeit liegt die Schweiz europaweit an zweiter Stelle. Zum Vergleich: in den USA sind zur Zeit ca. 9% arbeitslos, im Euroraum gar knapp 10%.

Innerhalb der Schweiz variiert die Arbeitslosenquote je nach Kanton zwischen 5,3% (GE) und 0,8% (OW).

Lesen Sie mehr im neusten SECO-Berichtwww.seco.admin.ch/... oder verfolgen Sie die Ausführungen von Serge Gaillard, Leiter der Direktion für Arbeit, im Beitrag der SF Tagesschauwww.videoportal.sf.tv/....

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Marc Schiesser

  • Interessiert am Thema Konjunktur? Besuchen Sie den iconomix-Baustein «Konjunkturtendenzenwww.iconomix.ch/...».
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Donnerstag, 13. Oktober 2011,
14:42

Nobelpreis für Ökonomie 2011

Der Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank im Gedenken an Alfred Nobel, kurz: Nobelpreis für Ökonomie, ging dieses Jahr an Thomas J. Sargent und Christopher Sims.

Hier ein paar lesenswerte Beiträge zum Thema:

Und hier zwei ältere Interviews mit den nachmaligen Nobelpreisträgern in «The Region», der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift der Federal Reserve Bank of Minneapolis:

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Manuel Wälti

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Freitag, 30. September 2011,
17:31

Braucht die Schweizerische Nationalbank Eigenkapital?

Eigenkapital ist – vereinfacht gesagt – was vom Vermögen eines Unternehmens übrigbleibt, nachdem es seine Schulden beglichen hat. Von negativem Eigenkapital spricht man, wenn die Höhe der Schulden das Vermögen übersteigt.

In jüngster Zeit ist das Eigenkapital der Schweizerischen Nationalbank (SNB) in der Öffentlichkeit zum Thema geworden. Eine der Folgen der starken und massiven Frankenaufwertung seit Sommer 2010 war nämlich, dass auf den Devisenbeständen der SNB (einem wichtigen Teil ihrer Aktiven) grosse Verluste entstanden sind. Die Kapitaldecke der SNB schmolz wie Schnee an der Frühlingssonne.

Nun ist die SNB bekanntlich keine gewöhnliche Bank. Dank dem sogenannten Banknotenmonopol geht ihr der Schnauf nicht so schnell aus, kann sie doch (so zusagen aus dem Nichts) jederzeit Geld «schöpfen». Dennoch stellen sich ein paar Fragen: Was ist, wenn die Kapitaldecke der SNB gegen null oder gar darunter sinkt? Welche Auswirkungen hat ein negatives Eigenkapital auf ihre Handlungsfähigkeit? Hat es solche Situationen in der Vergangenheit schon gegeben?

Antworten liefern folgende aktuelle Quellen:

  • Die Solvenz von Notenbanken im Spiegel der Wissenschaft(528 KB)http://www.iconomix.ch/fileadmin/user_upload/iconomix/blog/icx/11/fw_020_2409.pdf (PDF). Andreas Neinhaus von der «Finanz und Wirtschaft» erklärt, wie eine Zentralbank durch Seignorage auch Situationen mit negativem Eigenkapital überbrücken kann (24. September 2011)
  • Der Nationalbank fehlt der Zinspuffer(548 KB)http://www.iconomix.ch/fileadmin/user_upload/iconomix/blog/icx/11/fw_021_2409.pdf (PDF). In einem zweiten Artikel diskutiert Andreas Neinhaus von der «Finanz und Wirtschaft» die Eigenkapitaldecke der Nationalbank und stellt die momentane Situation in einen historischen Kontext (24. September 2011)
  • Braucht die Schweizerische Nationalbank Eigenkapital?www.snb.ch/... (PDF). Thomas Jordan, Vizepräsident des Direktoriums der SNB, erklärt die Folgen negativen Eigenkapitals (Referat vom 28. September 2011)
  • Die SNB benötigt kein Eigenkapital. Yvan Lengwiler erklärt in einem NZZ-Artikel, weshalb die Nationalbank auch bei negativem Eigenkapital in ihrer Handlungsfähigkeit nicht beeinträchtigt ist. (2. August 2011, Artikel online nicht verfügbar)

Für das iconomix-Team
Marc Schiesser

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