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Schweizerische Nationalbank

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Donnerstag, 02. Februar 2012,
11:16

Crashkurs in Sachen Nationalbank auf DRS 3

Am Dienstag 31.1. war im Rahmen der aktuellen Wirtschaftswoche auf DRS 3 die SNB das Thema.

Dewet Moser, Stellvertretendes Mitglied des Direktoriums, und Attilio Zanetti, Leiter der SNB-Einheit Konjunktur, gaben Erklärungen zu den Themen Euro Mindestkurs, Geldschöpfung und Preisstabilität (die Gewährleistung von Letzterer gehört zum Kernauftrag der SNB).

Hier die drei Hörbeitrage von je rund drei Minuten im MP3-Format:

Lesen Sie auch «Crashkurs Wirtschaftwww.iconomix.ch/...».

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Manuel Wälti

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Donnerstag, 19. Januar 2012,
15:05

Europa droht ein verlorenes Jahrzehnt

In einer Interviewserie mit renommierten Ökonomen leuchtet «Finanz und Wirtschaft» das Thema Eurokrise aus. In der gestrigen Ausgabe vom 18. Januar war Ökonomieprofessor Kenneth Rogoff an der Reihe.

«Kaum ein Ökonom ist besser qualifiziert als Kenneth Rogoff, um über Europas Schuldenkrise zu sprechen. Zusammen mit seiner Kollegin Carmen Reinhart hat der Harvard-Professor das wohl wichtigste Wirtschaftsbuch der vergangenen vier Jahre verfasst: ‹This Time is Different – Eight Centuries of Financial Folly› (2009) untersucht alle namhaften Finanzkrisen der letzten Jahrhunderte und leitet daraus wichtige Folgerungen ab.»

So die Einleitung zum sehr lesenswerten Interview, das wir hier freundlicherweise als PDF verlinken dürfen (Teil 1(552 KB)http://www.iconomix.ch/fileadmin/user_upload/iconomix/blog/icx/11/fw_021_1801.pdf, Teil 2(534 KB)http://www.iconomix.ch/fileadmin/user_upload/iconomix/blog/icx/11/fw_022_1801.pdf).

Rogoffs Fazit ist klar: Griechenland, Portugal, Irland und wahrscheinlich auch Spanien sind insolvent und benötigen einen Schuldenschnitt. Andernfalls droht Europa ein verlorenes Jahrzehnt.

Lesen Sie auch:

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Manuel Wälti

Freitag, 16. Dezember 2011,
11:10

Geldschöpfung

Wie wird eigentlich Geld geschaffen? Was auf den ersten Blick etwas Mystisches zu sein scheint, ist in Wahrheit ein ganz und gar weltlicher Prozess.

Zum einen kann die Notenbank neues Geld schaffen. Zum anderen können auch die Geschäftsbanken Geld kreieren, indem sie Kredite gewähren. Ihre Möglichkeiten, Geld zu schaffen, werden durch die gesetzlichen Vorschriften über die Mindestreserven und durch die Bereitschaft der Notenbank, die Geldversorgung zu erhöhen oder zu verknappen, beeinflusst.

Die Notenbank kann über ihre geldpolitischen Instrumente die Zinssätze am Geldmarkt und damit die Geldversorgung eines Landes indirekt über die Nachfrage nach Krediten (hoher Zins gleich kleinere Nachfrage nach Krediten und weniger Geldschöpfung und v.v.) steuern. Im langfristigen Gleichgewicht sollte der Nominalzins dem nominalen Wirtschaftswachstum entsprechen. Das «Geldkleid» muss zur Realwirtschaft passen. Dann sind weder inflationäre noch deflationäre Tendenzen zu erwarten.

Zur Geldschöpfung der Geschäftsbanken ist zu sagen, dass diese nur dann Kredite gewähren, wenn sie von einer hohen Wahrscheinlichkeit einer Rückzahlung (mit Zinsen) ausgehen können. Das ist dann der Fall, wenn der Kreditnehmer eine vernünftige Investition tätigt. Je grösser die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Kreditnehmer nicht fähig sein wird, die Schuld bei Fälligkeit zu begleichen, desto weniger wird die Bank geneigt sein, einen solchen Kredit zu sprechen, oder sie wird für das höhere Risiko höhere Zinsen (bzw. Sicherheiten) einfordern.

Einige Links und Quellen zum Thema:

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Manuel Wälti

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Dienstag, 13. Dezember 2011,
18:23

Euro-Bonds

Die Krise in der Eurozone spitzt sich zu und zieht die Zone in die Rezession. Die Gefahr besteht, dass die Gemeinschaftswährung Euro auseinanderfällt. Einer der wenigen verbleibenden Rettungsanker sind sogenannte «Euro-Bonds». Gemeint sind Anleihen, für welche alle Staaten der Eurozone gesamtschuldnerisch haften. Die Zins- und Haftungsrisiken würden vergemeinschaftet.

Nachfolgend einige Links zum Thema:

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Marc Schiesser

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Freitag, 09. Dezember 2011,
10:03

Das "Too big to fail"-Problem

Der Zusammenbruch einer grossen Bank gefährdet die Stabilität des gesamten Finanz- und Wirtschaftssystems. Man sagt deshalb, eine solche Bank ist «systemrelevant». In einer Bankenkrise sind der politische Druck und die drohenden Probleme so gross, dass der Staat grosse Banken in den meisten Fällen rettet, selbst wenn dazu keine gesetzliche Verpflichtung besteht. Solche Banken besitzen eine unausgesprochene Staatsgarantie, denn sie können davon ausgehen, dass der Staat sie nicht fallen lässt. Die Rede ist vom «Too big to fail»-Problem.

Was sind die Folgen? Eine implizite Rettungsgarantie bürdet dem Staat und damit den Steuerzahlern grosse Risiken auf. Mögliche Verluste aus einer Bankenrettung würden grösstenteils von Steuergeldern gedeckt. «Too big to fail» ist aber auch aus wettbewerbspolitischen Gründen problematisch.

Ohne eine implizite Staatsgarantie müssten Grossbanken auf ihren Schulden höhere Zinsen bezahlen, um die Geldgeber für das Ausfallrisiko zu entschädigen. Aber dank der Garantie fühlen sich die Geldgeber der Bank in Sicherheit und sind mit weniger Zinsen zufrieden. Damit erhalten Grossbanken gegenüber kleinen Banken (und auch im Vergleich mit gewöhnlichen Unternehmen) einen ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil. Ausserdem verleitet eine unausgesprochene Staatsgarantie dazu, besonders hohe Risiken einzugehen. Denn risikoreichere Anlagen erzielen in der Regel eine höhere Rendite, während man die Kosten der Risiken abwälzen kann.

Die Schweiz ist von diesem Problem besonders betroffen, weil sie im Vergleich zu den zwei Grossbanken UBS und CS ein kleines Land ist. Hier eine Liste interessanter Links:

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Marc Schiesser

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Montag, 21. November 2011,
13:44

Vermögen der privaten Haushalte

Die Finanzkrise hat im Vermögen der Schweizer Haushalte nur geringe Spuren hinterlassen. Ende 2010 betrug das durchschnittliche Reinvermögen über 341‘000 Franken pro Person. Gegenüber dem Höchststand von Ende 2007 sind dies pro Person nicht einmal 2‘000 Franken weniger.

Interessant ist, wie sich die Aktiven und Passiven bei den Privathaushalten zusammensetzen: Immobilien machen über 40% des Bruttovermögens aus, Versicherungen inkl. Altersvorsorge weitere knapp 25%. Der Rest wird in erster Linie als Bargeld oder auf der Bank aufbewahrt (17%). Nur gerade 6% des Bruttovermögens bzw. knapp 215 Mia. Franken wird in Aktien gehalten.

Der starke Franken war bereits im Jahr 2010 spürbar: Die Fremdwährungsverluste beliefen sich für die Schweizer Haushalte gesamthaft auf rund 25 Mia. Franken – oder knapp 3‘170 Franken pro Person. Im Verlauf der Finanzkrise ist eine deutliche Vermögensverschiebung von Finanzwerten hin zu Immobilien zu beobachten.

Weitere interessante Informationen und Grafiken sind in der Medienmitteilungwww.snb.ch/... der Schweizerischen Nationalbank vom 18. November zu finden.

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Marc Schiesser

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Freitag, 18. November 2011,
13:30

"Die Volkswirtschaft" zur Eurokrise

Das monatliche Magazin für Wirtschaftspolitik «Die Volkswirtschaft» widmet die neueste Ausgabewww.dievolkswirtschaft.ch/... der Eurokrise – und welche Auswege es daraus geben könnte. Thematisiert werden unter anderem:

Wer sich für die Ursache der Eurokrise – die drohenden Staatsbankrotte – interessiert, dem sei der ausführliche DOK-Film von SF Wissen empfohlen:

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Marc Schiesser

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Donnerstag, 10. November 2011,
21:30

Staatsverschuldung und Geldpolitik

Europa brauche eine starke fiskalische Institution hinter der Europäischen Zentralbank (EZB), sagt der diesjährige Wirtschaftsnobelpreisträger Christopher Sims im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitungwww.faz.net/... (26.10.2011).

Die Europäische Währungsunion (EU) braucht eine solche Institution, damit diese als «Gläubiger der letzten Instanz» der EZB den Rücken freihalten kann. Sonst droht langfristig die Gefahr von Inflation, sagt Sims. Ob die Zeit für die Schaffung einer solchen Institution noch bleibt, ist eine andere Frage.

Inzwischen ist zum Thema Staatsverschuldung und Geldpolitik unter Ökonomen eine heisse Debatte entbrannt:

Warum die Zeit drängt? Deshalb:

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Manuel Wälti

 

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Montag, 31. Oktober 2011,
10:56

Gespräche zur Finanzkrise

Die Sternstunde Philosophie von SF bringt zur Zeit eine vierteilige Serie, die sich den Hintergründen der Finanzkrise widmet.

Das erste Gespräch führte Katja Gentinettakatja-gentinetta.ch mit der St.Galler Wirtschaftsprofessorin Monika Bütlerwww.alexandria.unisg.ch/... zum Thema «Wirtschaft auf dem Prüfstand: Wo steht die Schweiz?».

  • Zur Websitewww.sendungen.sf.tv/... der Sendung.
  • Sendung im SF Videoportalwww.videoportal.sf.tv/... aufrufen.

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Manuel Wälti

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Freitag, 28. Oktober 2011,
13:21

Schuldenschnitt für Griechenland

Die Mitgliedstaaten der EU einigten sich am Donnerstag auf ein umfassendes Massnahmenpaket zur Eindämmung der Euro-Krise. Dem hoch verschuldeten Griechenland wird die Hälfte seiner Schulden erlassen.

Eine Infografik der Financial Times Deutschland (vom 27.10.2011) zeigt, nach Ländern geordnet, welche Gläubiger wie viele griechische Anleihen halten und nun auf 50% ihrer Forderungen verzichten müssen.

Die anderen Massnahmen des Pakets umfassen eine Vergrösserung des Rettungsfonds EFSF und eine Kapitalaufstockung für europäische Banken.

Mehr zum Thema:

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Marc Schiesser

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