iconomix

Schweizerische Nationalbank

Montag, 28. Juni 2010,
10:13

Nachtrag zu «Geldpolitik und der Transmissionsprozess»

Im Rahmen des «Securities Markets Programme» hat die EZB am 11. Mai begonnen, Staatsanleihen finanziell angeschlagener Länder aufzukaufen (siehe den Beitrag «Geldpolitik und der Transmissionsprozesshttp://www.iconomix.ch/de/service/blog/archive/2010/06/17/geldpolitik-und-der-transmissionsprozess/»). Für die Öffentlichkeit zeichnet sich im Nachhinein ab, dass mit dieser Massnahme faktisch eine weitere Bankenkrise vermieden worden ist.

Im Artikel «Waiting for the big onewww.economist.com/...» zählt der Economistwww.economist.com die Indikatoren auf, die in besagtem Zeitraum nach oben ausschlugen und ein Einschreiten der EZB nahe legten: Der Liborde.wikipedia.org/... (Zinssatz für dreimonatige Geldausleihen unter Banken) kletterte in die Höhe und die Renditen auf Credit Default Swapsde.wikipedia.org/... (Kreditausfallversicherungen) von europäischen Grossbanken erreichten Werte, die zuletzt beim Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers beobachtet worden waren.

«Ein zweites Lehman im Mai(172 KB)http://www.iconomix.ch/fileadmin/user_upload/iconomix/blog/icx/10/Sueddeutsche-Ein_Zweites_Lehman_im_Mai.pdf», titelt deshalb die Süddeutsche Zeitungwww.sueddeutsche.de: Am Zahlungsausfall von mehreren Bankengruppen des Eurogebiets sei man Anfangs Mai nur knapp vorbeigekommen. Auch sechs Wochen später haben Banken das Vertrauen untereinander noch nicht wiedergewonnen – Banken legen ihre überschüssige Liquidität nun zunehmend bei der EZB an, anstatt sie anderen Banken auszuleihen.

Wer sich direkt an der Quelle informieren möchte, ist bei der EZBwww.ecb.int/... und ihrem 220 Seiten starken Monatsberichtwww.ecb.int/... vom 17. Juni 2010 an der richtigen Stelle. Auf Seite 36 werden in der Box 3, «Developments in Financial Markets in Early May», die damaligen Entwicklungen auf dem Kapital-, Geld- und Devisenmarkt beschrieben.

Für das iconomix-Team
Simon Schmid

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