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Nachtrag zu «Geldpolitik und der Transmissionsprozess»
Im Rahmen des «Securities Markets Programme» hat die EZB am 11. Mai begonnen, Staatsanleihen finanziell angeschlagener Länder aufzukaufen (siehe den Beitrag «
Geldpolitik und der Transmissionsprozesshttp://www.iconomix.ch/de/service/blog/archive/2010/06/17/geldpolitik-und-der-transmissionsprozess/»). Für die Öffentlichkeit zeichnet sich im Nachhinein ab, dass mit dieser Massnahme faktisch eine weitere Bankenkrise vermieden worden ist.
Im Artikel «
Waiting for the big onewww.economist.com/...» zählt der
Economistwww.economist.com die Indikatoren auf, die in besagtem Zeitraum nach oben ausschlugen und ein Einschreiten der EZB nahe legten: Der
Liborde.wikipedia.org/... (Zinssatz für dreimonatige Geldausleihen unter Banken) kletterte in die Höhe und die Renditen auf
Credit Default Swapsde.wikipedia.org/... (Kreditausfallversicherungen) von europäischen Grossbanken erreichten Werte, die zuletzt beim Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers beobachtet worden waren.
«
Ein zweites Lehman im Mai(172 KB)http://www.iconomix.ch/fileadmin/user_upload/iconomix/blog/icx/10/Sueddeutsche-Ein_Zweites_Lehman_im_Mai.pdf», titelt deshalb die
Süddeutsche Zeitungwww.sueddeutsche.de: Am Zahlungsausfall von mehreren Bankengruppen des Eurogebiets sei man Anfangs Mai nur knapp vorbeigekommen. Auch sechs Wochen später haben Banken das Vertrauen untereinander noch nicht wiedergewonnen – Banken legen ihre überschüssige Liquidität nun zunehmend bei der EZB an, anstatt sie anderen Banken auszuleihen.
Wer sich direkt an der Quelle informieren möchte, ist bei der
EZBwww.ecb.int/... und ihrem 220 Seiten starken
Monatsberichtwww.ecb.int/... vom 17. Juni 2010 an der richtigen Stelle. Auf Seite 36 werden in der Box 3, «Developments in Financial Markets in Early May», die damaligen Entwicklungen auf dem Kapital-, Geld- und Devisenmarkt beschrieben.
Für das iconomix-Team
Simon Schmid
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