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Ohne Markt kein Preis - Teil 2
Gut 70% des Schweizer Waldes sind in öffentlichem Besitz. Dabei ist der Wald nicht nur Lebensgrundlage für Mensch und Tier, sondern er erfüllt zusätzlich eine wichtige Funktion als Erholungsraum. Da es sich um frei zugängliche Wälder handelt, wird von einem «öffentlichen Gut» gesprochen.
Erinnern wir unshttp://www.iconomix.ch/: Die Bewertung von öffentlichen Gütern fällt deshalb schwer, weil dafür kein eigentlicher Markt besteht. Ohne Markt fehlt es an Preisen. Preise aber dienen als Indikator für die Knappheit und somit den Wert eines Gutes. Der Wert eines öffentlichen Gutes muss daher über Umwege geschätzt werden.
Soll der reine Erholungswert des Waldes ermittelt werden, so bietet sich der Umweg über die Reisekosten an. Die Überlegung dabei: Ein Waldbesuch lohnt sich dann, wenn der erwartete Nutzen grösser ist als die erwarteten Kosten. Berechnen wir die anfallenden Kosten, so haben wir eine untere Schwelle für den individuellen Nutzen. Dabei fallen aber nicht nur Kosten für die Anfahrt und die Verpflegung an. Wirtschaftlich bedeutender ist meist der finanzielle Wert einer Stunden Freizeit. Dieser wird auf durchschnittlich 10 Franken pro Stunde geschätzt.
Fazit: Um die optimale Menge «Wald» bereitstellen zu können, muss der Staat dessen Erholungswert schätzen lassen. Aktuelle Zahlen dazu liefert eine Studie der «econcept» im Auftrag des BUWAL. Hier wird der reine Erholungswert des Schweizer Waldes auf 3,2 bis 10,5 Milliarden Franken bemessen. Die Schwankungsbreite entsteht, weil die Zeitkosten einmal ausschliesslich bei der Anfahrt, das andere Mal aber zusätzlich während des eigentlichen Aufenthalts berücksichtigt werden.
Für das iconomix-Team,
Pascal Sulser
Weiterführende Informationen:
- Econcept, 2004. Der monetäre Wert des Schweizer Waldes für Erholung.
- iconomix-Blog «
Ohne Markt kein Preis - Teil 1http://www.iconomix.ch/»
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