iconomix

Schweizerische Nationalbank

Donnerstag, 11. Juni 2009,
15:09

Jugendarbeitslosigkeit

43‘000 Jugendliche werden im Jahr 2010 ohne Arbeit dastehen, falls die neuesten Prognosen des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco) zutreffen. Dies entspräche einer Arbeitslosenquote von 7,7% unter den 15-24 Jährigen.

Jugendliche sind punkto Arbeitserfahrung und Qualifikationen den älteren Arbeitssuchenden oft unterlegen. Daher stellt die Stellensuche für Junge meist eine grosse Herausforderung dar. Ganz besonders in Zeiten wie diesen, in denen sich die Wirtschaftskrise nach und nach auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar macht. Was kann getan werden?

Viele Unternehmen zeigen sich solidarisch mit den Jugendlichen (siehe SonntagsZeitung vom 07.06.2009). Sie helfen bei der Stellensuche oder beschäftigen Lehrabgänger, die keinen Job finden, vorläufig weiter. Jedoch reichen freiwillige Massnahmen oft nicht aus, um die Situation spürbar zu entschärfen.

Der Staat leistet Hilfe indem z.B. der Bund Lehrabgänger, die keine Stelle finden, bis zu 9 Monate an einer anderen Bundesstelle weiterbeschäftigt. Praktika und Lehrstellen in privaten Firmen werden vermittelt und mit finanziellen Zuschüssen unterstützt. Zudem werden «Übungsfirmen» finanziert und gefördert.

Für weitere Informationen über die Aktivitäten des Bundes bei der Stellenvermittlung siehe hier.

Grossen Einfluss auf den Erfolg einer Jobsuche haben aber auch die Stellensuchenden selbst. Durch gezielte Weiterbildung, Umschulung und Erwerb von zusätzlichen Qualifikationen lassen sich die Erfolgsaussichten individuell verbessern, gerade auch in schwierigen Zeiten.

Solche zusätzlichen Qualifikationen, wie Sprach- und Computerkenntnisse und Erfahrungen aus nebenberuflichen Tätigkeiten, welche z.B. die Kommunikations- und Teamfähigkeit oder organisierendes Denken fördern, können für den Arbeitgeber bei der Auswahl ausschlaggebend sein.

Für das iconomix-Team
Ronald Indergand

 

Vergleiche dazu die iconomix-Fragen in Politics-Economicshttp://www.iconomix.ch/de/alacarte/detail/a015/journal/politics-economics-14-juni-2009/ vom 14. Juni 2009

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