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Tourismusresort Andermatt
Berg- und Randregionen haben aufgrund der abgelegenen Lage und des rauhen Winterklimas oft wenige Möglichkeiten um sich wirtschaftlich zu entwickeln. So sind Andermatt und die umliegenden Gemeinden im Kanton Uri von wirtschaftlicher Schwäche und Entvölkerung geprägt.
Seit dem Rückzug der Armeebetriebe gingen zahlreiche Arbeitsplätze verloren. Der Tourismussektor litt unter mangelnder Investitionsbereitschaft und die Skigebiete wurden kaum modernisiert. Der ägyptische Investor Sawiris erscheint somit für Viele als «Retter in der Not».
Neben 6 Luxushotels, 70 Häusern und Villen, sollen in Andermatt ein Golfplatz, ein Freizeitzentrum und ein Gewerbezentrum entstehen. Die Skianlagen werden modernisiert und ausgebaut. Die geplanten Investitionen betragen rund 1 Mrd. Franken, für einen Kleinkanton ist das eine enorme Summe.
Ist das Projekt erfolgreich, werden 1000 bis 1500 Arbeitsplätze geschaffen. Bei einer Bevölkerung von nur 35’000 Personen könnte der Kanton Uri diese Zunahme der Nachfrage nach Arbeitskräften selber gar nicht decken. Die Entvölkerung würde gestoppt und durch Neuzuzüge und Firmengründungen dürfte das Steueraufkommen im Kanton erheblich steigen.
Ein Risiko besteht allerdings: Durch ein Projekt dieser Grössenordnung wird die Region vom Tourismussektor stark abhängig. Bleiben die erhofften Besucherzahlen aus, können die Kosten für Unterhalt und Betrieb der neuen Anlagen für die Region bald zu einer Last werden. Angesichts der wirtschaftlichen Lage bieten sich Andermatt jedoch kaum Alternativen.
Für das iconomix-Team
Ronald Indergand
Vergleiche dazu die iconomix-Fragen in Politics-Economics vom 31. Mai 2009
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