Handeln Menschen in der Wirtschaft stets rational und egoistisch – oder spielen Solidarität und Fairness ebenfalls mit bei ökonomischen Entscheidungen?
Ernst Fehr, Professor für Makroökonomie und experimentelle Wirtschaftsforschung an der Universität Zürich, ist überzeugt, dass sich ökonomische Entscheide nicht nur auf Egoismus und Rationalität beschränken lassen. Fehr gelang es nachzuweisen, dass viele Individuen bereit sind, kooperatives Verhalten zu belohnen und sogar Kosten zu tragen, um egoistisches Verhalten anderer zu bestrafen.
Ebenfalls mit den psychologischen und sozialen Einflüssen auf ökonomische Entscheide hat sich Daniel Kahneman in seinem soeben (auf Englisch) erschienenen Buch «Thinking, Fast and Slow» befasst. Kahnemann ist führender Experte auf dem Gebiet und Wirtschafts-Nobelpreisträger von 2002. iconomix wird das Buch in Kürze vorstellen.Einige weitere Links zum Thema:
- Die Psychologie der Ökonomie: die 10 Thesen von Ernst Fehr (NZZ Podium, 14.5.2009)
- Wann und warum handeln Menschen fair?: NZZ Online beschreibt die wichtigsten Erkenntnisse von Ernst Fehrs Forschung (28.11.2008)
- Strategic decisions: When can you trust your gut?: Daniel Kahneman und Psychologe Gary Klein diskutieren die Vorteile und Gefahren intuitiver Entscheide auf Management-Ebene (McKinsey & Company, März 2010)
- Ernst Fehr: Der Mann, der die Ökonomie aus den Angeln hebt: Ernst Fehr hat nachgewiesen, dass Solidarität und Fairness eine grosse Rolle spielen, wenn Wirtschaftssubjekte auf dem Markt agieren (SF ECO, 10.10.2011)
- Not so smart now: Der «Economist» stellt das Buch «Thinking, Fast and Slow» von Daniel Kahneman vor (29.10.2011)
Für das iconomix-Team
Marc Schiesser


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